Düsseldorf/Rotterdam. 2010 solle mit der Erweiterung der Strecke Emmerich-Oberhausen begonnen werden, sagte Tiefensee am Montag bei einem Treffen mit seiner niederländischen Amtskollegin Karla Peijs in Rotterdam. Schon drei Jahre später könnten die ersten Züge rollen. Die Strecke soll auf drei Gleise erweitert werden. Damit soll sie Anschluss finden an die niederländische Betuwe-Linie. Diese verbindet als Route für den Güterverkehr die deutsche Grenze mit Rotterdam, dem drittgrößten Hafen der Welt. Das NRW-Verkehrsministerium begrüße die Erklärung Tiefensees, sagte ein Ministeriumssprecher in Düsseldorf. Grundsätzlich hatten die Deutsche Bahn AG, der Bund und das Land NRW im Jahr 2002 den Streckenausbau vereinbart. Das Gesamtprojekt wird nach Schätzungen aus dem Jahr 2002 mit Kosten von mehr als 900 Millionen Euro veranschlagt. 36 Prozent davon trägt NRW. In den Niederlanden ist die Betuwe-Route mit Investitionen von rund fünf Milliarden Euro eines der größten Infrastrukturprojekte. Noch ist die 160 Kilometer lange, ausschließlich für den Güterverkehr gebaute Eisenbahnstrecke dort nicht in Betrieb: Wegen weiterer Tests mit neuen Sicherheitseinrichtungen wurde der für Anfang Januar geplante Start auf Mitte bis Ende Februar verschoben. Der Name der Trasse stammt von der niederländischen Region Betuwe zwischen den Rheinarmen Waal und Lek, die der Schienenstrang durchquert.
Tiefensee für zügige Verlängerung der Betuwe-Bahnlinie
Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) hat sich für den zügigen Ausbau der Bahnstrecke zwischen dem Ruhrgebiet und der niederländischen Grenze stark gemacht.