Berlin. Der zunehmende Tanktourismus wegen der hohen Benzinpreise bedroht Tankstellenbetreiber in den Grenzregionen in ihrer Existenz. Etwa 1000 Tankstellen seien betroffen, 5000 Arbeitsplätze akut gefährdet, sagte der Hauptgeschäftsführer des Uniti Bundesverbands mittelständischer Mineralölunternehmen, Reinke Aukamp, dem "Tagesspiegel" (Montagsausgabe). Auch Spediteure ließen immer größere Tanks in ihre LKW einbauen und planten Touren ins billige Ausland gezielt ein. Mittlerweile könne ein Lkw-Tank bis zu 1 500 Liter fassen. Eine Lösung für die Misere könnte ein Mineralölsteuerabschlag für die Einwohner grenznaher Regionen sein, sagte Aukamp. In Italien werde das bereits erfolgreich praktiziert. Die Bundesregierung will gegen den Tanktourismus derzeit keine Maßnahmen ergreifen, das Problem aber auch nicht ignorieren. Es handle sich um Marktgeschehen, gegen das es kein Instrument gebe, sagte der Sprecher des Bundesfinanzministeriums, Stefan Giffeler, gegenüber der VerkehrsRundschau. (dpa/jök)
Tanktourismus gefährdet Arbeitsplätze
Mineralölverband: Bis zu 5000 Stellen in den Grenzregionen betroffen / Bundesregierung wartet ab