Superfast verkauft Rostock-Hankö-Fähren

23.03.2006 16:24 Uhr

Kündigungen befürchtet

Lübeck/Tallinn. Die Reederei Superfast verkauft ihre drei Fähren auf der Strecke von Rostock nach Hankö (Finnland) an die estnische Reederei Tallink. Der Verkauf sei bereits für April geplant, der Gesamtpreis betrage 310 Millionen Euro, teilte Superfast in Lübeck mit. Auf welchen Routen die Fähren Superfast VII, VIII und IX künftig fahren sollen, sei noch offen, sagte ein Sprecher der AS Tallink Group am Donnerstag in der estnischen Hauptstadt Tallinn. Sehr wahrscheinlich sei eine Route Deutschland-Estland-Finnland. Die 2001 und 2002 in Deutschland gebauten Schiffe werden künftig unter estnischer Flagge fahren und statt Rostock einen estnischen Heimathafen haben. Um welchen Hafen es sich handeln wird, sei aber noch offen. Über einen Lizenzvertrag werden die Fähren weiterhin unter dem Markennamen Superfast Ferries und mit dem markanten roten Anstrich fahren. Erhalten bleiben auch die Marketing- und Vertriebsstrukturen in Deutschland. Außerdem bleiben die beiden zur griechischen Superfast-Muttergesellschaft Attica Group gehörenden Ro-Ro-Schiffe, die zwischen Rostock und dem finnischen Uusikaupunki verkehren, bei Attica. Im vergangenen Jahr konnte auf den Deutschland-Finnland-Strecken vor allem dank der neu eingesetzten reinen Frachtfähren nach Uusikaupunki das Frachtaufkommen um 69,4 Prozent auf 81 339 Einheiten erhöht werden. Die Zahl der beförderten Autos stieg geringfügig auf 53 113. (dpa)

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