Wie die MAN Nutzfahrzeuge AG, München, bekannt gibt, wird sie ihr bisheriges Engagement im Truckrennsport reduzieren und in der Super-Race-Klasse ganz aufgeben. Wie das Unternehmen weiter mitteilt, werde man sich in Zukunft auf die "seriennahe Klasse" konzentrieren und den dort aktiven Teams auf Wunsch Motoren und Service anbieten. Im FIA European Truck Racing Cup 2001 schwimmt MAN auf einer beispiellosen Erfolgswelle und peilt drei von vier zu vergebenden Titeln an: Die Markenwertung wurde bereits vorzeitig gewonnen, im Zwischenklassement von Super-Race-Class und Race-Class liegen die beiden deutschen MAN-Fahrer Fritz Kreutzpointner und Lutz Bernau in Front. Darüberhinaus sorgt in der in diesem Jahr neu geschaffenen Superklasse/B-Wertung für "Vorjahresfahrzeuge" im Tatra des derzeitigen Spitzenreiters Stan Matejovsky ein MAN-Motor für Vortrieb. Trotz der Erfolge kommt der Ausstieg von MAN für Insider nicht unerwartet: Einerseits gilt der Vorstandsvorsitzende Hakan Samuelsson intern als Gegner dieser Motorsportart, andererseits habe kürzlich mit Ex-Technikchef Gerhard Rieck der engagierteste Rennsport-Befürworter das Unternehmen verlassen. Am Entschluss von MAN hat auch die Entscheidung von DaimlerChrysler, sich weiterhin in der prestigeträchtigen Super-Race-Class zu engagieren, die Verantwortung zukünftig aber mehr auf die teilnehmenden Teams zu verlagern, nichts ändern können: Dies hatten die Stuttgarter auf dem Nürburgring bekannt gegeben. (vr/rk)
Super-Race-Klasse: MAN steigt aus
Künftig sollen nur noch Teams mit Motoren und Service unterstützt werden