Kronberg. Befragt wurden Supply Chain Management-Experten in 184 Unternehmen weltweit. Das Ergebnis: Zwischen 2001 und 2003 steigerten die 184 Unternehmen die Verfügbarkeit ihrer Produkte im Schnitt von 87 auf 90 Prozent. Das entspricht einer Reduzierung der Out-of-Stocks um 25 Prozent. Im gleichen Zeitraum gingen die Kosten für die Lieferkette von 10,2 Prozent des Umsatzes auf 9,8 Prozent zurück. Feststellen lässt sich die Entwicklung Branchen übergreifend, sowohl bei Lebensmittel- und Konsumgüterherstellern als auch in der Fertigungsindustrie, heißt es in der Studie. "Die Produktverfügbarkeit hat einen direkten Einfluss auf den kurzfristigen Umsatz eines Unternehmens. Daher ist sie eine wichtige Messgröße für die Qualität der Lieferkette", sagt Markus Schweitzer, Senior Manager im Bereich Supply Chain Management bei Accenture. Der Studie zufolge wurde das positive Ergebnis meist mit einer niedrigeren Umschlagshäufigkeit erkauft. Diese ging zwischen 2001 und 2003 von durchschnittlich 11,0 auf 9,8 zurück, was längere Lagerzeiten von Produkten bedeute. Am deutlichsten ist die Umschlagshäufigkeit in der Lebensmittel- und Konsumgüterindustrie (von 17 auf knapp 13) und im Einzelhandel (von 14 auf unter 11) gesunken, beides im Zeitraum zwischen 2002 und 2003. 69 Prozent der Befragten sehen ein effizienteres Bestandsmanagement als wichtigsten Faktor zur Kostensenkung an. Die befragten Supply Chain Management-Experten kamen aus Europa (67 Prozent), den USA und Kanada (20 Prozent) und der Region Asien-Pazifik (13 Prozent). Die meisten von ihnen arbeiten in der Kommunikations- und Elektronikbranche (23 Prozent) und der Lebensmittel- und Konsumgüterbranche (21 Prozent).
Studie: Unternehmen erhöhen Produktverfügbarkeit
Das Problem der Produktverfügbarkeit scheinen die Unternehmen besser in den Griff zu kriegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Beratungs- und Outsourcing-Dienstleisters Accenture.