Frankfurt/Main. Das geplante Europäische Satellitennavigationssystem Galileo wird den Europamarkt für satellitenbasierte Navigationsdienste beflügeln und diesem Marktbreich bis 2020 einen Umsatz von 515 Millionen Euro jährlich bescheren. Zu dieser Prognose kommt die Unternehmensberatung Frost & Sullivan. Trotz hoher Projektkosten dürfte das Galileo-System wachsenden Zuspruch finden und Europa entscheidende strategische und wirtschaftliche Vorteile bringen, heißt es in der Studie. Galileo zeichne sich durch hohe Zuverlässigkeit und Integrität der Signalübermittlung aus, gelte im Unterschied zu seinem US-amerikanischen Gegenstück GPS als unabhängig von militärischer Kontrolle und dürfte für verschiedenste kommerzielle und zivile Zwecke nutzbar sein, glauben die Frost & Sullivan-Consultants.
Zu den aussichtsreichsten GPS-Anwendungssektoren gehören Luftfahrt, Rettungsdienste, Telekommunikation, Telematik, Freizeitindustrie sowie See- und Straßenverkehrsmanagement und –überwachung.
Allerdings weisen die Experten darauf hin, dass die Märkte für GPS- bzw. Galileo-Anwendungen ihr volles Potenzial nur dann entfalten können, wenn sich USA und EU über die Standards zur Interoperabilität der GPS- und Galileo-Systeme einigen können. (vr/diwi)