Studie: Enormer Bedarf an Infrastrukturinvestitionen

28.08.2008 17:49 Uhr

Bis 2030 wird der kumulierte Bedarf an Infrastrukturinvestitionen, einschließlich Elektrizitäts-, Wasser- und Telekommunikationsversorgung, auf 71 Billionen US-Dollar geschätzt

Hamburg. Das weltweite Bevölkerungswachstum sowie die wirtschaftliche Dynamik besonders in China und Indien sorgen auch zukünftig für eine unverändert hohe Nachfrage nach Transportkapazitäten. Das geht aus einer aktuellen Studie der HSH Nordbank mit dem Titel „Infrastrukturinvestitionen weltweit“ hervor, die am heutigen Donnerstag veröffentlicht wurde. „Ein weiterer Impulsgeber ist das fortschreitende Wachstum der Städte in Südostasien. Damit geht ein erheblicher Bedarf an Infrastrukturinvestitionen einher“, sagte Analystin Claudia Erdmann. Bis 2030 wird der kumulierte Bedarf an Infrastrukturinvestitionen, einschließlich Elektrizitäts-, Wasser- und Telekommunikationsversorgung, auf 71 Billionen US-Dollar geschätzt. Allein für den Ausbau und die Erhaltung der Straßen werden pro Jahr zwischen 220 und 290 Milliarden US-Dollar und für Schienennetze zwischen 50 und 60 Milliarden US-Dollar veranschlagt. Da die öffentlichen Haushalte mit dem hohen Investitionsbedarf überfordert seien, werde die Bedeutung privater Investoren bei Infrastrukturprojekten zunehmen, hieß es von Seiten der HSH Nordbank. Weitere Gründe seien die geringe Effizienz der öffentlichen Haushalte bei der Umsetzung von Infrastrukturprojekten sowie das Bestreben, die Kosten für Infrastruktur direkt an die Nutzer weiterzureichen. Zwischen 2005 und 2010 sollen demnach weltweit rund drei Billionen US-Dollar in öffentliche Transportinfrastruktur investiert werden. Etwa 11 Prozent der geplanten Investitionen sollen laut der Studie mit privater Beteiligung erfolgen. In diesem Teilsegment liege die Schiene mit 48 Prozent vor der Straße mit 44 Prozent. (pi)

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