Hannover. Im Streit um die Schließung von kleinen Post-Agenturen hat der Geschäftsführer des niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes, Wulf Haack, Klage gegen die Post eingereicht. Er will damit erreichen, dass die Hauptversammlung der Post wiederholt wird. Haack sagte, es sei ein formaler Fehler gewesen, dass der Aufsichtsrat der Post dort über einen Antrag zur Rettung von kleinen Poststellen auf dem Lande nicht abstimmen ließ. „Die Klage ist ein juristischer Aufhänger, damit sich die Post mit der Kritik an ihrem Geschäftsgebaren endlich auseinander setzt“, sagte Haack. Die bundesweiten Proteste gegen das Sterben der Postagenturen in der Fläche seien bei den Verantwortlichen bisher auf taube Ohren gestoßen. Der Städte- und Gemeindebund forderte deshalb gesetzliche Schritte gegen die anhaltende Schließung von Post-Filialen. Der Verband forderte die Bundesregierung auf, die geltenden Regelungen so zu verschärfen, dass auch in ländlichen Gebiete die Post überall problemlos erreichbar ist. Die Zahl der Postfilialen ging nach Angaben des Städte- und Gemeindebundes von 1997 bis Ende 2004 von 15.131 auf 13.019 zurück. Parallell dazu wurden tausende Briefkästen abgebaut. (dpa)
Streit um Post-Agenturen: Hauptversammlung soll wiederholt werden
Geschäftsführer des niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes klagt gen die Deutsche Post