Berlin/Erfurt. Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) brachte fünf Autobahnausbau-Projekte auf den Markt, teilte sein Ministerium in Berlin mit. Es handle sich um Autobahnabschnitte auf der A8 in Bayern (Augsburg West - München Allbach), auf der A4 in Thüringen (Waltershausen - Herleshausen), der A1/A4 in Nordrhein-Westfalen (Düren - Köln Nord), der A5 in Baden-Württemberg (Baden-Baden - Offenburg) und der A1 in Niedersachsen (Buchholz - Bremer Kreuz). Diese Autobahnabschnitte werden als Pilotprojekte der Public-Private-Partnership (PPP) in private Hände gegeben. Noch im März solle mit der A8 das Vergabeverfahren für das erste Projekt gestartet werden. Die Vorbereitungen für das zweite in Thüringen liefen bereits, teilte das Verkehrsministerium weiter mit. "Wir haben das ehrgeizige Ziel, alle fünf Projekte noch in diesem Jahr anzustoßen", sagte Stolpe. Der Abschluss des ersten Betreibervertrags und der erste Baubeginn werde für die zweite Jahreshälfte 2006 erwartet. Stolpe wertete dies als klares Signal an die Bau- und Bankenwirtschaft. Er erwartet sich von diesen Privatisierungen finanzielle Entlastung und "neue Impulse für Straßenbau, Betrieb und Erhaltung". Er rechnet mit einem hohen Interesse der Wirtschaft an einer Teilnahme an den Pilotprojekten.
Stolpe beginnt mit Privatisierung von fünf Autobahnabschnitten
Die Bundesregierung hat vergangenen Freitag mit der Privatisierung von Autobahnabschnitten begonnen. Private Unternehmen sollen Bau, Betrieb und Erhaltung eines Abschnitts übernehmen und sich im Wesentlichen aus Einnahmen aus der Lkw-Maut auf den betreffenden Abschnitten refinanzieren.