Rund 15 Millionen Euro wird Staedtler am Stammsitz Nürnberg in die Zentralisierung seiner Logistikstrukturen investieren, dessen Kern der Bau eines neuen Distributionszentrums bildet. Spatenstich für das Projekt „Eurologistik“, das mit Lager- und Kommissioniersystemen der Witron Logistik + Informatik, Parkstein, ausgestattet werden wird, war dieses Frühjahr. Für das neue Eurologistikzentrum, das mittels Fördertechnikbrücke an die Produktion und ein bestehendes Lager aus dem Jahr 1982 angebunden wird, stehen standortbedingt nur 5600 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. Paletten werden im 82 Meter langen Hochregallager (HRL) mit zwei Fachhöhen teils doppelttief gelagert. Vier Paletten-Regalbediengeräte werden 11.000 Stellplätze anfahren und acht multifunktionale Arbeitsstationen versorgen, wo Kartonware kommissioniert oder Fertigware für die Stück-Kommissionierung in Behälter umgepackt wird. Das HRL einschließlich Arbeitszone basiert auf der Witron-Standardlösung „Module Picking System“ (MPS). Fertigware wird außerdem in einem automatischen Kleinteilelager (AKL) mit 62.000 Stellplätzen bevorratet, das aus Platzgründen zweistöckig gebaut wird. Auf jeder AKL-Ebene verrichten fünf Regalbediengeräte ihren Dienst. Ebenfalls fünf Arbeitsstationen, an die jeweils ein Packplatz angeschlossen ist, werden hier für die Stück-Kommissionierung zur Verfügung stehen. Technologische Basis der Behälterkommissionierlösung ist das „Order Picking System“ (OPS) von Witron. Wirtschaftlich betrachtet erwartet Staedtler von einer zentralisierten Distributionslogistik reduzierte Logistikkosten und Bestände. Die Kapitalbindung und die Personalkosten in den Niederlassungen werden ebenfalls gesenkt werden können. Aus qualitativer Sicht wird das Projekt „Eurologistik“ eine stets aktuelle Transparenz über die Absatz- und Umsatzzahlen sicherstellen, die internationale Vertriebssteuerung optimieren und die Distributionswege vereinfachen.
Staedtler restrukturiert europaweite Distributionslogistik
Der Schreib- und Zeichengerätehersteller Staedtler wird seine Europadistribution bis Mitte des Jahres 2007 straffen und im Zuge dessen die dezentralen Lagerstandorte im europäischen Ausland auflösen.