Atlanta. Die rasant gestiegenen Spritpreise und die US-Konjunkturflaute haben dem weltgrößten Paketzusteller UPS im zweiten Quartal erneut einen Gewinneinbruch beschert. Der Überschuss sank um mehr als 20 Prozent auf 873 Millionen US-Dollar (548 Millionen Euro), wie das Unternehmen am Dienstag in Atlanta (Georgia) mitteilte. Der Umsatz legte zwar im Vergleich zum Vorjahr um knapp sieben Prozent auf 13 Milliarden Dollar (8,2 Milliarden Euro) zu, konnte aber die Kosten auf Rekordhöhe nicht wettmachen. UPS senkte daher erneut seine Gewinnprognose für das laufende Jahr. Für die zweite Jahreshälfte hofft der Konzern auf eine leichte Besserung seines Geschäfts. Mit seinem Ergebnis traf UPS die Schätzungen der Analysten. Der Konzern hatte bereits vor dem Einbruch gewarnt. Logistiker gelten als wichtiges Konjunkturbarometer, da sie sowohl für Unternehmen so gut wie jeder Größe und Branche als auch für private Kunden arbeiten. Auch die Deutsche-Post-Tochter DHL leidet unter den hohen Kosten und der US-Konkurrenz. Angesichts jahrelanger Verluste im Amerika-Geschäft hatte DHL erst kürzlich mit UPS eine Kooperation beim Lufttransport in den USA vereinbart. Der schärfste UPS-Rivale FedEx war zuletzt auch wegen Abschreibungen sogar in die roten Zahlen gefahren. FedEx schraubte seine Gewinnerwartung ebenfalls zurück. UPS transportierte im zweiten Quartal 959 Millionen Pakete und damit etwa so viel wie ein Jahr zuvor. Die Spritkosten hätten sich allerdings um mehr als zwei Drittel erhöht. Der Konzern rechnet nun im Gesamtjahr mit einem Gewinn zwischen 3,50 und 3,70 Dollar je Aktie. (dpa/sv)
Spritpreis frisst UPS-Gewinn
Die rasant gestiegenen Spritpreise und die US-Konjunkturflaute haben dem weltgrößten Paketzusteller UPS im zweiten Quartal erneut einen Gewinneinbruch beschert