Die Spediteure Sachsens haben durch die Hochwasserflut vergleichsweise wenig wirtschaftlichen Schaden genommen, haben aber enorm mit ihren Folgen zu kämpfen. "Vor allem die Schließung des bedeutendsten Grenzüberganges nach Tschechien in Altenberg macht uns erhebliche Probleme", sagte der Präsident des Bundesverbandes Speditionen und Logistik Manfred Boes in einem dpa- Gespräch. Dem Verband gehören 3 500 Unternehmen an. Die B 170 mit dem Grenzübergang Altenberg sei voraussichtlich erst im Frühjahr 2003 wieder befahrbar, sagte Boes. Zwar seien Grenzstationen, die früher nicht für große Lastwagen zugelassen waren, nach der Katastrophe für den Lastwagenverkehr freigegeben worden. "Doch wir haben Informationen, dass es teilweise Wartezeiten bis zu 40 Stunden gibt", sagte Boes. Die Unternehmen selbst haben wenig Schaden genommen. "Die meisten Speditionen haben ihren Sitz in höher gelegenen Gewerbegebieten, die von der Flut nicht erreicht wurden», sagte Boes. Ihm seien fünf Unternehmen bekannt, die wegen der Hochwasserkatastrophe aufgeben müssen. Bei Spediteuren, deren Unternehmen Verluste zu beklagen haben, seien Berufskollegen eingesprungen. "Die Solidarität ist groß", sagte Boes. So wurden kurtfristig Gabelstapler und anderes Gerät zur Verfügung gestellt. (vr/dpa)
Speditionen: Wenig wirtschaftliche Schäden durch Hochwasser
Dennoch hat Gewerbe mit Behinderungen zu kämpfen