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Spediteure in Bremen und Hamburg gemeinsam für vorausschauende Verkehrspolitik

Treffen der Bremer und Hamburger Spediteure
© Foto: Verein Bremer Spediteure

Vereine untermauern Bedeutung einer gut ausgebauten und unterhaltenen Infrastruktur für alle Verkehrsträger als Rückgrad der Deutschen Wirtschaft


Datum:
03.11.2010
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Bremen. "Eine vorausschauende Verkehrspolitik in beiden Städten und am Logistikstandort Deutschland ist im elementaren nationalen Interesse. Dies ist der Rahmen, damit deutsche Unternehmen im internationalen Wettbewerb bestehen können." So lautet eine der Kernaussagen, die der Verein Bremer Spediteure und der Verein Hamburger Spediteure als Fazit eines Gedankenaustausches getroffen haben. Die Vorstände beider Verbände trafen am Dienstag in Bremen, um gemeinsam die Prioritäten für die Zukunft zu erarbeiten. Die Verbände vertreten rund 500 Speditionsfirmen mit 15.000 kaufmännischen Mitarbeitern in beiden Hansestädten.

Einigkeit besteht vor allem darüber, dass eine gut ausgebaute und unterhaltene Infrastruktur für alle Verkehrsträger Rückgrad der Deutschen Wirtschaft und Voraussetzung für Erfolg ist. Es sei kein Platz für kleinräumige Standortinteressen, sondern in Zeiten der Globalisierung Resultat und Gebot zugleich, zusammenzurücken, betonten die Vereine. Alle Ressourcen am jeweiligen Standort seien zu mobilisieren, um nachhaltig die Zukunftsfähigkeit der deutschen Wirtschaftstandorte, Häfen und Beschäftigung zu sichern.

Die Vorsitzenden beider Verbände führten an, dass die Anpassung der wasser- und landseitigen Zufahrten zu den Häfen dringend dem prognostizierten Verkehrsaufkommen der kommenden Jahre angepasst werden müssten. Simon Reimer, Vorsitzender des Vereins Bremer Spediteure, stellte grundsätzlich in Frage, ob es sich Deutschland noch leisten könne, für wichtige Infrastrukturprojekte regelmäßig 20 Jahre und mehr bis zur Fertigstellung einzuplanen. Beispiele seien unter anderem in Bremen der Ringschluss der A281 einschließlich der Weserquerung, in Hamburg die jahrzehntelange Diskussion um die sogenannte Hafenquerspange und für beide Standorte die Planung der wichtigen Y-Trasse für den Bahnverkehr.

Johan P. Schryver, Vorsitzer im Verein Hamburger Spediteure, beklagt die Verzögerungen bei der Verabschiedung Planfeststellungsbeschluss zur Vertiefung der Unterelbe. Simon Reimer bekräftigte, auch für die Spediteure in Bremen sei es wichtig, dass der größte deutsche Seehafen an der Elbe von den ganz großen Containerschiffen angelaufen werden könne. Deutschland sei darauf angewiesen, dass die Häfen in Hamburg und die Hafengruppe Bremen / Bremerhaven gleichermaßen leistungsstark seien, um die Ex- und Importe für die deutsche Wirtschaft abwickeln zu können.

Der Verein Bremer Spediteure wurde im Jahre 1901 gegründet, der Verein Hamburger Spediteure bereits im Jahre 1884. Beide Verbände pflegen seit jeher enge Beziehungen. Viele Speditionsunternehmen sind in Bremen und Hamburg aktiv. (sno)

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