Istanbul. Somalische Piraten haben am Mittwoch im Golf von Aden ein türkisches Frachtschiff gekapert. Fünf Bewaffnete hätten die „Horizon-1“ mit 23 Mann Besatzung in somalische Gewässer verschleppt, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu. Das türkische Marineschiff „TCG Gediz“, das an dem internationalen Marine-Einsatz gegen Piraten vor der Küste Somalias beteiligt ist, fuhr in die Nähe des Frachtschiffes. Die „Horizon-1“ war mit einer Ladung Chemikalien unterwegs von Saudi-Arabien nach Jordanien. Ein erster Angriff von Seeräubern auf den Frachter sei noch von einem niederländischen Marineschiff abgewehrt worden, hieß es in den Berichten. Wegen starker Winde und rauer See galten Überfälle derzeit als unwahrscheinlich. Der Kontakt der Reederei Horizon zu dem Schiff war zunächst abgerissen. Ein Sprecher des Unternehmens in Istanbul hatte am Vormittag noch erklärt, das Schiff fahre weiter auf Kurs, während der Kapitän mit unbewaffneten Männern verhandele. Die somalische Küste gilt wegen zahlreicher Überfälle als eines der gefährlichsten Gewässer für die internationale Schifffahrt. In dem Gebiet haben Seeräuber seit dem vergangenen Jahr mehr als 100 Handelsschiffe attackiert und Dutzende Schiffe gekapert. (dpa)
Somalische Piraten kapern türkischen Frachter
Fünf bewaffnete Seeräuber verschleppen Besatzung des Frachtschiffs „Horizon-1“