Paris. Die Bahngewerkschaften CGT und SUD-Rail haben das Fahrpersonal im Bereich des staatlichen französischen Schienengütertransports aufgerufen, am Mittwoch kommender Woche zu streiken. Damit wolle man die vorgesehene Neuregelung der Arbeitsverträge zu Fall bringen, wie Generalsekretär Didier Le Reste für die CGT erklärte. Die Staatsbahn SNCF bemüht sich seit Monaten, die Lokführer dafür zu gewinnen, sich auf freiwilliger Basis probeweise für ein Experiment mit neuen, flexibleren Bedingungen einverstanden zu erklären. Bisher sollen rund 800 von ihnen positiv reagiert haben. Für den 12. November sind paritätische Verhandlungen zwischen Bahnleitung, Staat und Personalvertretung anberaumt, bei denen die sozialen Statuten im Bereich der Bahn so geändert werden sollen, dass sie die Durchführung solcher Experimente erleichtern. Die im Prinzip verhandlungsbereite führende Lokführergewerkschaft FGAAC hat inzwischen den Streikaufruf als „extremistisch“ bezeichnet. Sie strebt gewisse Entschädigungen für die Akzeptanz größerer Flexibilität an. (jb)
SNCF Fret: Streikaufruf in Frankreich
Am 6. November wollen die französischen Lokführer Druck auf die Verhandlungen mit der Regierung auszuüben