Nürnberg. Eine Plattform-Anlage mit 90-Grad-Umsetzung in Halle 54 sowie kurvengängige Plattformen in Halle 12, die den engen Kurvenradius von 7,5 Metern durchlaufen können, machen laut Siemens L & A die Produktion flexibler.
In Halle 54 werden an den Karossen zunächst Montagearbeiten vorgenommen. Dazu schweben die Karossen aus dem Power & Free-Puffer der zweiten Gebäudeebene mit Hilfe von Vier-Mast-Hebern auf die Übergabehubtische der Montageplattformen in der ersten Hallenebene. Die Hubhöhe der Hubtische ist zwischen 350 und 1800 Millimetern frei wählbar.
Nach Abschluss der Arbeiten an den beiden Montagelinien in Halle 54 wird das Fahrzeug erneut über einen Vier-Mast-Heber in die zweite Gebäudeebene gebracht und von dort zur benachbarten Halle 12 gefördert.
Durch die Schubplattform in Niedrigbauweise wird in Halle 12 ein Mischbetrieb in zwei Montagelinien möglich. So können Fahrzeugtypen wie Golf V Plus und Golf GTI parallel montiert werden.
An einem Übergabepunkt in Halle 12 werden die Golf V-Karosserien von einer Gehängeanlage im Synchronlauf auf die Schubplattformanlage gesetzt. Das Fahrzeug steht dabei auf ausfahrbaren Radmulden und wird bis zum eigenständigen Abfahren durch den gesamten Rundkurs bewegt.
Das Auftragsvolumen liegt nach Angaben des Anbieters von Logistik- und Produktionsautomatisierung im zweistelligen Millionenbereich.