Rostock. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) hat sich am Dienstag auf einer Betriebsversammlung der Deutschen Post DHL in Rostock für einen Mindestlohn in Deutschland ausgesprochen. Zudem warb er in seinem Grußwort für eine schnelle Rentenangleichung zwischen Ost und West. „Das sind zwei Forderungen, für die ich mich weiter einsetzen werde, weil sie für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Mecklenburg-Vorpommern wichtig sind.“ Sellering plädierte für einen flächendeckenden Mindestlohn „für alle Branchen, für Ost und West“. Solange es dafür keine Mehrheit gebe, seien Mindestlöhne in einzelnen Branchen die „zweitbeste Lösung“. Es sollte auch einen zweiten Anlauf zu einem Post-Mindestlohn geben, meinte der Regierungschef. „Es geht um fairen Wettbewerb und um soziale Gerechtigkeit. Wer Vollzeit arbeitet, muss von seiner Arbeit auch leben können.“ 2008 hatte die damalige Bundesregierung einen Postmindestlohn für allgemeinverbindlich erklärt, der zwischen dem Arbeitgeberverband Postdienste und der Gewerkschaft Verdi ausgehandelt worden war. Das Bundesverwaltungsgericht hatte diese Entscheidung aufgrund von Verfahrensfehlern für rechtswidrig erklärt. (dpa)
Sellering plädiert bei Post für Mindestlöhne
Ministerpräsident plädiert für flächendeckenden Mindestlohn „für alle Branchen, für Ost und West“