Göteborg/ Södertälje - Der schwedische Nutzfahrzeughersteller Scania hat seinen Gewinn im dritten Quartal noch einmal leicht gesteigert, muss sich aber auf massive Auftragsrückgänge einstellen. Wie das mehrheitlich zu Volkswagen gehörende Unternehmen am Freitag in Södertälje mitteilte, stieg das Nettoergebnis um 3,6 Prozent auf 1,8 Milliarden Kronen (180 Millionen Euro). Der Umsatz stieg um 2,6 Prozent auf 20,4 Milliarden Kronen. Gleichzeitig brach bei Scania wie beim schwedischen Konkurrenten Volvo der Auftragseingang massiv ein. Der Auftragsbestand lag mit 11 356 Bestellungen um 37,8 Prozent unter der Vergleichszahl des Vorjahres. Konzernchef Leif Östling kündigte an, dass Scania von seiner „erhöhten Flexibilität“ durch einen Anteil von 20 Prozent Beschäftigten mit Zeitarbeits-Verträgen Gebrauch machen werde. Bei Volvo ist das Ergebnis im dritten Quartal noch stärker eingebrochen als erwartet. Wie das Unternehmen am Freitag in Göteborg mitteilte, sank der Nettogewinn um 36 Prozent auf 2,0 Milliarden Kronen (200 Millionen Euro). Beim Umsatz legte Volvo noch leicht um zwei Prozent auf 69,6 Milliarden Kronen zu. Der internationale Abschwung habe sich nach Rekordwachstum und -gewinnen im ersten sowie zweiten Quartal durch die Finanzkrise deutlich beschleunigt, sagte Konzernchef Leif Johansson. Wegen des unerwartet schnellen Nachfragerückgangs habe Volvo nicht in demselben Tempo Kosten senken können. Den derzeitigen Auftragseingang bezifferte Johansson auf „praktisch Null“. (dpa/ag)
Schwedische Nutzfahrzeughersteller klagen über Auftragsrückgang
Gewinneinbruch bei Volvo-Lastwagen stärker als erwartet/ Scania steigert Gewinn