Schmieröle: Eine Frage der Qualität

24.04.2009 11:00 Uhr
Öl 130
© Foto: ddp

Die Anforderungen an moderne Schmieröle sind so hoch wie noch nie. Werkstätten müssen vieles beachten.

von Marcel Schoch

In den letzten Jahren ist die Leistung von Dieselmotoren und ihre Umweltverträglichkeit immer weiter gesteigert worden. Hinzu kommt, dass die Motoröl-Wechselintervalle länger werden, der Ölverbrauch der Motoren aufgrund besserer Materialien und Herstellungsverfahren stark gesunken ist und das Volumen der Ölfüllmengen in modernen Motoren sogar verringert wurde. Mit modernen Motor-ölen kann daher nicht nur Geld gespart werden, auch die Umwelt wird geschont. Es verwundert daher nicht, dass zum Beispiel Mercedes-Benz in den Betriebsstoffvorschriften für seine LKW mehr als 50 verschiedene Anforderungen an das Motoröl vorschreibt. Neben Angaben zu Viskosität, Qualität sowie den Ölwechselintervallen finden sich dort vor allem Vorgaben zu den Additiven. Hauptgrund hierfür sind die Abgasnormen Euro 4 und 5, die so genannte aschearme Motoröle (Low SAPS = niedriger Sulfat-Asche-, Phosphor- und Schwefel-Gehalt) zwingend vorschreiben. Nur in Kombination mit ihnen können über innermotorische Maßnahmen, Abgasrückführung (EGR), Partikelfilter oder SCR-Systeme (Selective Catalytic Reduction) mit zusätzlichem Betriebsstoff Harnstoff (AdBlue) die geforderten Abgaswerte erreicht werden. Sie gewährleisten auch, dass sämtliche Abgasnachbehandlungsanlagen ihre Funktion über einen langen Zeitraum zuverlässig erfüllen und nicht durch Komponenten des Motorenöls beeinträchtigt oder gar zerstört werden. Neben Low-SAPS-Motorenölen werden nach wie vor Motoröle mit Standard-Leistungen angeboten, um die Betriebskosten bei älteren oder weniger komplizierten Motoren niedrig zu halten. Auch hier hat die Auswahl und Kombination von Grundölen und Additiven starken Einfluss auf die Eigenschaften des NFZ-Motorenöls. Grundsätzlich geben alle Fahrzeughersteller an, welches Öl in den Motor eingefüllt werden darf. Dazu werden in der Regel international gültige Angaben zur Viskosität beziehungsweise SAE-Klasse, den Freigaben und den Spezifikationen gemacht. Einige Hersteller wie Allison, Caterpillar, Cummins, DAF, Iveco, Mack, MAN, Mercedes-Benz, MTU, Renault, Scania, Volvo und VW haben jedoch eigene Werksfreigaben für Motorenöle entwickelt. Diese Werksfreigaben und Spezifikationen sind mit unterschiedlichen Zahlen- und/oder Buchstabenkombinationen versehen, die den geforderten Öltyp kennzeichnen. Um welches Motoröl es sich genau handelt, kann jedoch nur nachvollzogen werden, wenn auch Angaben in internationaler Kennzeichnung vorliegen. Den kompletten Artikel mit vielen weiteren Details lesen Sie in der VerkehrsRundschau 17 vom 24. April 2009. Hier können Sie ein Abo bestellen. Als Ergänzung finden Sie eine Anbieterliste (Auswahl) in der nachstehenden Box zum Download.

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