SBB und BLS beschließen engere Zusammen

16.05.2001 18:30 Uhr

Das Modell "Gemeinsame Produktion – getrennter Verkauf" soll mehr Verkehr auf die Schiene bringen

Die Schweizerischen Bundesbahnen SBB und die BLS Lötschbergbahn AG haben ihre zukünftige Zusammenarbeit in einem Basisvertrag festgelegt. Die beiden Unternehmen bleiben Konkurrenten, sie arbeiten aber künftig wesentlich enger zusammen. So übernimmt die BLS ab Ende 2004 die System- und Marktverantwortung für die S-Bahn Bern. Dafür wird der Personenfernverkehr nach Interlaken und Brig neu in die Zuständigkeit der SBB fallen. Die BLS wird die rollende Autobahn Deutschland - Italien operativ leiten, im Gegenzug übernehmen die SBB den Einzelwagenladungsverkehr. Im Güter-Ganzzugverkehr werden die beiden Gesellschaften mit eigenen Angeboten am Markt auftreten. Mit dem Modell "Gemeinsame Produktion – getrennter Verkauf" soll mehr Verkehr auf die Schiene gebracht werden. Durch die Bereinigung der Fahrzeugflotten hoffen die beiden Unternehmen auf eine Senkung der Unterhaltskosten. Die Basisvereinbarung sieht keine Entlassungen vor, sie bedingt jedoch den Wechsel eines Teils der Zugbegleiter von der BLS zu den SBB. Die BLS ihrerseits übernimmt rund 100 Personen am Berner Servicestandort. Die SBB haben die Absicht, 34 Prozent der BLS-Aktien zu übernehmen, "um die Partnerschaft auf operativer Ebene auch auf strategischer Ebene festzuschreiben", wie SBB-Chef Benedikt Weibel sagte. (vr/hrk)

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