Rom. Der saudi-arabische Ölminister Ali Al Naimi hat am letzten Tag des G8-Energieministertreffens in Rom vor einem neuen Preisrekord für Öl gewarnt. „In zwei bis drei Jahren" könnte die Welt einen neuen Rekordpreisanstieg bei Öl erleben - ähnlich dem von 2008, sagte Al Naimi am heutigen Montag. Ohne neue Investitionen in kapazitätssteigernde Projekte sei eine derartige Entwicklung wahrscheinlich unumgänglich, sagte der Minister des größten Ölexporteurs der Welt. „Sobald, die Wirtschaftskrise überwunden sei, werden die Kombination aus Bevölkerungswachstum und dem Streben nach einem höheren Lebensstandard in den Schwellenländern den Energiebedarf in den kommenden Jahrzehnten erheblich steigern“, so Al Naimi. Zuvor hatte der internationale Währungsfonds (IWF) darauf hingewiesen, dass die aktuell wieder steigenden Ölpreise auf eine Erholung der Weltwirtschaft hindeuteten. Die Ölpreise liegen derzeit über 60 Dollar je Barrel (159 Liter). Im Februar hatte das Barrel etwa 37 Dollar gekostet. Im vergangenen Juli waren mehr als 147 Dollar bezahlt worden. „Das spiegelt eine grundsätzliche Erholung wider», sagte IWF-Vize John Lipsky. Der Preisanstieg zeige auch, dass die Nachfrage sich wieder erhole. Lipsky forderte die Regierungen auf, für weniger Schwankungen am Ölmarkt zu sorgen. „Rasche Veränderungen des Ölpreises stehen globalem Wachstum und finanzieller Stabilität diametral entgegen“, sagte er. (dpa/ak)
Saudi-Arabien warnt vor neuem Preisrekord für Öl
Der saudi-arabische Ölminister Ali Al Naimi hat am letzten Tag des G8-Energieministertreffens in Rom vor einem neuen Preisrekord für Öl gewarnt