Sapphire 2002: Mehr Besucher trotz Wirtschaftskrise

04.09.2002 16:32 Uhr

Heute morgen hat die europäische SAP-Kundenmesse Sapphire in Lissabon ihre Tore geöffnet. Siemens und Ford setzen auf SAP. Neue Partnerschaft mit Hewlett Packard.

Heute morgen eröffnete SAP-Co-Chairman Henning Kagermann die Sapphire Europe 2002 in Lissabon. Zu diesem alljährlichen Treffen der europäischen SAP-User konnte das Walldorfer Softwarehaus in diesem Jahr nach eigenen Angaben knapp 7000 Teilnehmer begrüßen. Damit stieg die Besucherzahl der wohl größten europäischen Konferenz zum Thema E-Business und Supply Chain Management trotz weltweiter Wirtschaftskrise um rund 1000. Kagermann, der diesmal statt SAP-Co-Chairman und Gründer Hasso Plattner den Kongress eröffnete und als künftig alleiniger Chef des führenden Anbieters von Unternehmenssoftware gehandelt wird, präsentierte sich der SAP-Gemeinde als intimer Kenner der gesamten SAP-Produktpalette. Kein Unternehmensführer der nur die Unternehmenszahlen kenne, sondern jemand, der bei einzelnen Projekten mitreden kann, war von den anwesenden Fachleuten zu hören. In Sachen Supply Chain Management verwies Kagermann beispielweise auf die bereits mit Kunden erzielten Erfolge, die mittels des Einsatzes von RFID-Technologie und SAP-Software Out-of-Stock-Situationen in den Regalen des Einzelhandel vermeiden. Mittels den RFID-Transpondern an Regalen und Artikeln in Verbindung mit intelligenter SAP-Software werde die Supply Chain transparent und es könne schnell und automatisiert eine Aufüllen der leeren Regale angestoßen werden, so der SAP-Chef. In der Eröffnungssequenz bekräftigten die Vertreter von Ford und Siemens den Besuchern, dass sie in Zukunft voll auf SAP setzen wollen. Siemens IT-Chef Friedrich Fröschl sprach von einem "neuen Level der Zusammenarbeit". Der Münchner Elektronikkonzern will weltweit SAP als alleinige Softwareplattform einführen. Am Rande der Sapphire gab SAP auch eine Vertriebsallianz mit dem IT-Unternehmen Hewlett Packard bekannt. Mit dieser neuen Partnerschaft will SAP die kleinen und mittleren Unternehmen in Europa besser erreichen. Ein weiterer Versuch des Softwareriesen, dieser Kundengruppe näher zu kommen.

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