St. Petersburg. Auch Russlands Spediteure dürfen ab dem 1. Januar 2005 nur noch Fahrzeuge kaufen, die den Euro 4-Abgasnormen entsprechen. Doch geeigneten Dieseltreibstoff gibt es in Russland kaum zu kaufen. Auf dieses Dilemma wies jetzt der russische Spediteursverband Asmap hin. "Das heutige Niveau der Normen für das in Russland verkaufte Dieselöl erlaubt es uns nicht, ökologisch saubere Fahrzeuge zu benutzen", so Asmap-Vizepräsident Michail Nisow. Euro-4-Fahrzeuge bräuchten einen Treibstoff mit einem Schwefelgehalt von weniger als 50 ppm (parts per million), die russischen Standards erlaubten aber bis zu 5000 ppm. Dabei sei der verkaufte Treibstoff zudem noch häufig gestreckt oder verunreinigt. Russland hätte die 2003 vor der europäischen Verkehrsministerkonferenz auf sich genommene Aufgabe, fristgerecht ein Versorgungsnetz für sauberes Diesel zu schaffen nicht erfüllt, so Asmap. "Die internationalen Spediteure stehen am Rande des Stillstands", warnte der Verband. (ld)
Russische Spediteure: Kein Diesel für saubere LKW
Auch in Russland ist ab Januar 2005 für neue LKW die Abgasnorm Euro 4 vorgeschrieben, doch fehlt der geeignete Treibstoff mit einem entsprechenden niedrigen Schwefelgehalt