Bukarest. Rumänien verfolgt ein ambitioniertes Infrastrukturausbauprogramm. Bis zum Jahr 2020 sollen die Verkehrsträger Straße, Schiene, Wasser und Luftverkehr im großen Stil ausgebaut werden. Der Wert der geplanten Projekte liegt bei rund 15 Milliarden Euro, verlautet dazu aus dem rumänischen Verkehrsministerium.
Der Schwarzmeerhafen Konstanza spielt dabei eine besondere Rolle. Er soll zu einem Hub für die Lagerung und Umschlag von LNG ausgebaut werden. Das flüssige Erdgas soll von Häfen aus dem Großraum Istanbul per Schiff nach Konstanza kommen und dann über die Donau mit Spezialschiffen in das europäische Hinterland weitergeleitet werden. Entlang der Donau sollen LNG-Lager entstehen, in denen dieser Rohstoff gebunkert wird.
Bei Pro Danube International in Wien laufen die Fäden zusammen für einen Masterplan für die künftige LNG-Logistik in die EU-Länder. In diesem Masterplan wird Konstanza als geeigneter Umschlagshafen für LNG genannt. Rumänien will bei der Umsetzung des Masterplans EU-Fördergelder anzapfen. (mf)