Die Rohölausfuhren durch die Straße von Hormus lägen im Wochendurchschnitt zuletzt sogar leicht über Vergleichswerten vor Ausbruch der Angriffe in der Meerenge, heißt es in einem Bericht des Datenanbieters „Kpler“, der der „Deutschen Presse-Agentur“ vorliegt. Die Daten beziehen sich vor allem auf unverarbeitetes Rohöl. Raffinierte Produkte wie Benzin kommen bis zum Berichtsende am Montag, 28. September, allerdings auf lediglich 19 Prozent der Ausfuhren vor dem Krieg, heißt es weiter.
Die Rolle von Pipelines und einer „Shuttle-Flotte“
Eine entscheidende Rolle spielen demnach Ausfuhren durch Pipelines an die Küsten außerhalb des Golfes und eine von der US-Marine begleitete „Shuttle-Flotte: Mindestens 63 große VLCC-Tanker seien dafür unterwegs, wovon 35 Schiffe etwa alle 16 Tage Hin- und Rückfahrten durch die Meerenge absolvierten, schreibt Kpler. Bereits am Montag hatte der Energie-Datenanbieter Vortexa von einem Anstieg der Ölexporte in der Region berichtet.
Iranische Blockade der Straße von Hormus
Der Iran hatte die Straße von Hormus Ende Februar durch Drohungen und Beschuss für die Schifffahrt gesperrt. Da die Meerenge ein Nadelöhr für den internationalen Energiehandel ist, stiegen in Folge Ölpreise weltweit. Iranische Ölexporte liegen aufgrund einer von der US-Marine durchgesetzten Seeblockade seit Monaten nahezu brach.