Kiel/Hamburg. Die schwer angeschlagene HSH Nordbank ist vorerst gerettet. Am Dienstag beschlossen die Landesregierungen von Hamburg und Schleswig-Holstein ein Notfallpaket mit einer Kapitalspritze von drei Milliarden Euro und einer Sicherheitsgarantie über zehn Milliarden Euro. Die Mittel werden aus einem „Mini-SoFFin“ gespeist, einer von beiden Ländern getragenen eigenständigen Anstalt. Das teilten die Regierungschefs Peter Harry Carstensen und Ole von Beust (beide CDU) nach einer gemeinsamen Sitzung der Kabinette in Kiel mit. Nach Verlusten von 2,8 Milliarden Euro im vergangenen Jahr hätte die Bank ohne die Hilfe der Länder von der Bankaufsicht BaFin geschlossen werden müssen, weil sie nicht mehr über genügend Eigenkapital verfügt. Die Bafin hatte für die Einigung auf Hilfen eine Frist bis zum Dienstag gesetzt und bei Überschreiten des Zeitlimits mit Schließung der Bank gedroht. Die HSH Nordbank entstand 2003 aus der Fusion der Landesbanken in Kiel und Hamburg. In ihrem Heimatmarkt im Norden ist sie Marktführer im Firmenkundengeschäft. Dazu betreibt das Institut die internationalen Geschäftsfelder Shipping, Transport (Luftfahrt), Immobilien und erneuerbare Energien. Die HSH Nordbank ist ein führender Finanzdienstleister im Transportbereich und der weltweit größte Schiffsfinanzierer. (dpa)
Rettung in letzter Minute
Notfallpaket für HSH Nordbank beschlossen