Hannover. Hartmut Mehdorn, Chef der Deutschen Bahn AG, und Gennadi Fadejew, Chef der russischen Bahn RZD, haben gestern auf der Hannover Messe konkrete Schritte zu Verbesserungen in der Zusammenarbeit in Form eines Joint Ventures vertraglich festgelegt. In einer gemeinsamen Gesellschaft mit Sitz in Moskau werden Produkte entwickelt, die dem Kunden ein One-Stop-Shopping ermöglichen sollen. Zusätzlich sollen Sonderleistungen wie Tracking und Tracing, Verzollung, Lagerung und Störungsmanagement angeboten werden. Gleichzeitig würden konkrete Maßnahmen eingeführt, um die Qualität der Transportabwicklung über eine durchgängige Grenzabfertigung auf dem Korridor II und der Ostseeverbindung Mukran – Baltijsk – Klaipeda – Ust Luga zu steigern, heißt es. Im Fokus stehe die Entwicklung eines Angebots in den Wirtschaftsraum Moskau sowie eine bessere und direkte Anbindung nach China über die Transsibirische Eisenbahn. Ein erster direkter Testzug aus der Inneren Mongolei nach Deutschland mit einer Fahrtzeit von nur noch 16 Tagen hatte im März gezeigt, dass der Schienenweg eine echte Alternative zum Seeweg darstellt. Per Seeschiff benötigen die Güter für den gleichen Weg vier bis sechs Wochen. (tbu)
Railion und russische Bahn RZD gründen Joint Venture
Gemeinsamer Vertrieb und die Entwicklung marktfähiger Angebote sollen voran getrieben werden