Berlin. Der bundeseigene Verkehrskonzern macht bei der Sanierung weitere Fortschritte. Im ersten Halbjahr, in dem die Bahn über Jahre hinweg regelmäßig Verluste machte, fuhr sie nach Zinsen einen Gewinn von rund 35 Millionen Euro ein. Im Vergleich zum Vorjahr konnte sie das Ergebnis um fast 100 Millionen Euro verbessern. Der Umsatz erhöhte sich auf 12,2 Milliarden Euro (plus 4,2 Prozent). Die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr ließ der Vorstand unverändert. Alles in allem soll am Jahresende ein Gewinn von 400 Millionen Euro übrig bleiben. Die größten Probleme bereitet dem Konzern derzeit die Güterbahn Railion, die bei einem Umsatz von 1,4 Milliarden Euro rund 57 Millionen Euro Verlust machte. Mit einem neuen Sparprogramm sollen nun die Kosten gesenkt werden. Dagegen konnte die ebenfalls zur Bahn gehörende Spedition Schenker ihren Umsatz im ersten Halbjahr um 291 Millionen auf 4,2 Milliarden Euro steigern. Mit dem Verlauf der ersten sechs Monate 2005 zeigte sich Bahnchef Hartmut Mehdorn insgesamt zufrieden. Trotz der Konjunkturschwäche habe der Konzern in fast allen Geschäftsfeldern zulegen können. Insbesondere der Personenfernverkehr - in den vergangenen Jahren ein Verlustbringer - habe sich positiv entwickelt. Bei einem Umsatz von 1,5 Milliarden Euro schrieb die Sparte nur noch ein „kleines Minus“, stellte Finanzvorstand Diethelm Sack fest. Im nächsten Jahr - und damit ein Jahr früher als geplant - soll es ein Gewinn sein. Wegen der gestiegenen Energiepreise wird bei der Deutschen Bahn intensiv über eine neue Preiserhöhung nachgedacht. Mehdorn sagte: „Die dramatische Entwicklung der Energiepreise macht uns große Sorgen.“ Die endgültige Entscheidung über eine mögliche Preiserhöhung im Personenverkehr steht aber noch aus. (dpa/sb)
Railion bereitet Deutscher Bahn weiter Kummer
Im ersten Halbjahr 2005 erwirtschaftete die Deutsche Bahn erstmals einen Gewinn