Postbank zahlt 986 Millionen Euro für 850 Post-Filialen

20.12.2005 12:47 Uhr

Die Postbank zahlt für die angekündigte Übernahme von 850 Filialen der Deutschen Post 986 Millionen Euro. Sie werde die Filialen der Muttergesellschaft bereits zum Jahreswechsel übernehmen, teilte die Postbank am Dienstag mit.

Bonn. Der Kaufpreis reflektiere die künftigen jährlichen Gewinnbeiträge von rund 150 Millionen Euro vor Steuern sowie Refinanzierungskosten. Die beiden Unternehmen hatten die Übergabe der Filialen Anfang Oktober bekannt gegeben. Zusätzlich zu den Filialen wird die Postbank 9600 Mitarbeiter der Post übernehmen. In den Filialen wird weiterhin das volle Spektrum an Postdienstleistungen vertrieben. Dafür zahlt die Post der Postbank ab 2006 voraussichtlich rund 470 Millionen Euro im Jahr. Außerdem wird die Postbank um die Schaltervergütung von jährlich 350 Millionen Euro an die Post entlastet. Dagegen stehen Betriebskosten der übernommenen Filialen in Höhe von 750 Millionen Euro im Jahr. Unterm Strich wird die Postbank jährlich vor Steuern um 150 Millionen Euro besser dastehen. Postbank-Chef Wulf von Schimmelmann erhofft sich von der Übernahme der Regie in den 850 Filialen einen enormen Wachstumsschub. Der Vertriebsfokus wechselt vom Briefgeschäft der Post hin zu Finanzdienstleistungen der Bankentochter.

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