Bonn. Die Deutsche Post erwartet für das laufende Jahr bei einen Umsatz von 60 Milliarden Euro ein operatives Ergebnis (Ebit) von 3,8 Milliarden Euro. So der Ausblick von Konzern-Chef Klaus Zumwinkel auf der Bilanzpressekonferenz in Bonn. Die Post habe 2005 das Ziel erreicht weltweit die Nummer 1 der Branche zu werden, so Zumwinkel. Die Expresssparte soll 2006 erneut 445 Millionen Euro zum Ergebnis beitragen. „Gerade im Expressgeschäft in den USA haben wir weiteren Handlungsbedarf“, bestätigte Zumwinkel die erheblichen Probleme im US-Markt. In der Logistik-Sparte erwartet die Post nach dem Exel-Zukauf ei einem Umsatz von 18 Milliarden Euro ein Ebit von rund 500 Millionen Euro. Bis 2009 wolle der Konzern die Marke von fünf Milliarden Euro knacken, bekräftigte Zumwinkel. Beim wichtigen Brief-Bereich, der 2005 ein Ebit von zwei Milliarden Euro einfuhr, rechnen die Post-Manager für 2006 mit Blick auf die anstehende Liberalisierung des deutschen Briefmarkts mit einem Ebit-Rückgang von 10 bis 20 Prozent, wie das Unternehmen bereits vor einem Monat mitgeteilt hatte. Ihre Zahlen für das abgelaufene Jahr hatte die Post bereits Mitte Februar vorgelegt: Der operative Gewinn war 2005 von knapp 3 auf 3,76 Milliarde Euro geklettert. Der Nettogewinn des Bonner Konzerns lag 2005 mit gut 2,2 Milliarden Euro rund 40 Prozent über jenem des Vorjahres. Mit einer neuen Strategie unter dem Namen „First Choice“ will die Deutsche Post die erste Wahl für ihre weltweiten Kunden werden. Dabei handele es sich um ein mittelfristiges Maßnahmenpaket zur Erfüllung der Kundenbedürfnisse in allen Geschäftsfeldern, zur Verbesserung von Kundenansprache und -bindung sowie zur Qualitätssteigerung bei Produkten und Prozessen. (sb)
Post gönnt sich eine Verschnaufpause
Bei steigendem Umsatz erwartet Postchef Zumwinkel im Jahr 2006 keine Steigerung des operativen Gewinns