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Polen: Flut verschont Transportgewerbe

Die Flut macht den Menschen im Dreiländer-Eck seit einigen Tagen stark zu schaffen
© Foto: ddp/Theo Heimann

Polnische Transport- und Logistikbranche von Flut kaum betroffen / Behinderungen auf den Straßen vergleichsweise gering


Datum:
11.08.2010
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Zgorzelec/Bogatynia. Die heftigen Regenfälle, die am Wochenende in Polen und in Deutschland massive Schäden an Häusern anrichteten, haben die polnische Transport- und Logistikbranche hingegen kaum berührt. "Wir haben keine Informationen darüber, dass es zu größeren Schäden für die Unternehmen gekommen ist", erklärte ein Sprecher der regionalen Straßengüterverkehrs-Vereinigung Stowarzyszenie Przewozników Drogowych "Dolny Slask" aus Niederschlesien im Gespräch mit der VerkehrsRundschau.

Diese Region hatte das Wasser in Mitleidenschaft gezogen. Darüber hinaus wurde auch das einheimische Autobahn- und Straßennetz wenig tangiert, wie ein Sprecher der polnische Autobahnbehörde GDDKiA, Marcin Hadaj, auf Anfrage versicherte. Es habe auf den Landesstraßen einige Behinderungen gegeben, die aber vergleichsweise gering gewesen seien. "Bei der letzten Überschwemmung von vor einigen Monaten waren die negativen Auswirkungen weitaus größer", fügte der Sprecher hinzu. Derzeit schätzt die Regierung noch die Höhe der Gesamtschäden, die durch das Wasser verursacht worden sind.

Im Süden von Polen – insbesondere in Dolny Slask (Niederschlesien) - hatten am Wochenende sturmartige Regenfälle in einigen Städten und Gemeinden eine Katastrophe verursacht. Besonders betroffen waren die südwestpolnische Städte Bogatynia und Zgorzelec, die im Dreiländer-Eck zu Deutschland und Tschechien liegen. In Bogatynia überflutete das Wasser innerhalb von zwei Stunden drei Viertel der Stadt. Die Einwohner hatten keine Chance, rechtzeitig aus ihren Häusern zu flüchten. Nach wie vor warten mindestens 100.000 Menschen in der gesamten Region auf die Unterstützung der Regierung. "Wir hatten es mit einem sturmartigen dichten Niederschlag zu tun, der in seinem Ausmaß nicht vorherzusehen war", analysierte der Hydrologe Artur Magnuszewski.

Diese Flut ist bereits die zweite Welle innerhalb nur weniger Monaten. Bereits im Mai und Juni hatten Regenfälle zum Übertreten der Flüsse Oder und Weichsel geführt, die eine Jahrhundert-Katastrophe verursacht hatten. In Polen liegen die Schäden, die Hochwasser im laufenden Jahr angerichtet hat, bereits bei mindestens einer Milliarde Zloty (250 Millionen Euro). (bec)

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