Die Tochter der staatlichen polnischen Bahnen, die für den Betrieb des polnischen Bahnstreckennetzes zuständig ist, PKP PLK, sieht sich weiter heftigen Auseinandersetzungen mit den Gewerkschaften ausgesetzt. Wie das Unternehmen mitteilte, sind die Verhandlungen wegen der geplanten Restrukturierung am Montag ergebnislos verlaufen. Die Arbeitnehmervertreter wehren sich dagegen, dass der Vorstand zehn der 27 Werke, die aktuell in Betrieb sind, aus Rationalisierungsgründen schließen will. Nach Aussagen der Führungsriege soll zwar niemand seinen Arbeitsplatz verlieren, doch schenken die Gewerkschaften dieser Ankündigung keinen Glauben. Am Dienstag werden weitere Protestaktionen vor dem Hauptsitz des Unternehmens in Warschau stattfinden, an denen 700 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer teilnehmen sollen. Die Verhandlungen werden nach Auskunft der Gewerkschaften am Freitag weitergeführt. Die PKP PLK gehört zu den größten Tochtergesellschaften innerhalb des Konzerns. Das Unternehmen ist für den Betrieb von insgesamt 19.000 Kilometer Bahnstrecke verantwortlich. (bec)
Polen: Bahnstrecken-Streit mit Gewerkschaften dauert an
PKP PLK führt ergebnislos Verhandlungen / Gewerkschaft protestiert gegen Schließung von zehn Werken