München. Der US-Softwarekonzern und SAP-Konkurrent Siebel hat im zweiten Quartal voraussichtlich wegen der Verschiebung von Kundenaufträgen ein deutlich schlechteres Ergebnis erwirtschaftet als erwartet. Wie der Konzern bekannt gab, dürften nach vorläufigen Zahlen in zweiten Jahresviertel ein Umsatz von etwa 301 Millionen US-Dollar und Lizenzerträge in Höhe von etwa 95 Millionen US-Dollar angefallen sein. Der operative Gewinn dürfte nach Unternehmensschätzung zwischen zwei und vier Millionen US-Dollar liegen. Siebel selbst sprach von enttäuschenden Ergebnissen. Im nachbörslichen Handel fiel die Aktie um 15,31 Prozent auf 7,80 Dollar. Auch der Anbieter von Unternehmenssoftware PeopleSoft wird im zweiten Quartal die Erwartungen des Finanzmarktes bezüglich Umsatz und Gewinn nicht erfüllen. Begründet wir die Entwicklung mit dem Abwehrkampf gegen die feindlichen Übernahmeversuche durch Konkurrenten Oracle. Die Kurse von Siebel und PoepleSoft sind nach den Meldungen eingebrochen und zogen Branchenprimus SAP mit in die Tiefe.
PeopleSoft und Siebel erwarten schwache Quartalszahlen
Mit Beginn der Berichtssaison in den USA warnen die Softwareschmieden Siebel Systems und PeopleSoft vor enttäuschenden Umsätzen – die Aktienkurse stürzen ab.