Als Verzögerungstaktik hat der französische Spediteurs- und Logistikverband TLF, Paris, die jüngst getroffenen Bahnfrachtvereinbarungen zwischen den beiden Staatsbahnen SNCF und DB kritisiert. Damit werde die von Brüssel propagierte Eröffnung dieses Teilmarktes weiter verschleppt und interessierten Akteuren aus der Privatwirtschaft der Zugang möglicherweise verbaut. Die Pariser Regierung leiste dem noch Vorschub, indem sie das erste EU-Bahnfrachtpaket immer noch nicht in nationales Recht umgesetzt habe, obgleich dieses Dokument schon im Dezember 2000 noch unter der französischen EU-Präsidentschaft verabschiedet worden sei. Damit beraube sie die eigene Wirtschaft realer Instrumente für ihre weitere Entwicklung. Als dringend notwendig sieht der Verband von allen Beteiligten als verbindlich akzeptierte Transparenzregeln an. (vr/jb)
Pariser Verband TLF geht die Bahnliberalisierung zu langsam voran
Schienengüterkooperation DB Cargo und SNCF stößt auf Kritik