Ost-Gipfel der Unzufriedenen
Anfang August trafen sich die ostdeutschen Verkehrsminister auf Einladung des Thüringer Kollegen in Gera. Dabei ging es vor allem um spezifische Probleme der neuen Bundesländer - wobei viele Themen gesamtdeutsch einer Lösung bedürfen.
Die ostdeutschen Bundesländer wollen bei zentralen Verkehrsprojekten künftig enger zusammenarbeiten und gegenüber Bund, Deutscher Bahn und DB InfraGo mit einer gemeinsamen Stimme auftreten. Bei einem Treffen in Gera forderten die Verkehrsminister unter anderem den Ausbau wichtiger Schienenverbindungen, mehr Verlässlichkeit bei Infrastrukturprojekten und eine stärkere Berücksichtigung der besonderen Anforderungen von Flächenländern. Kritik gab es vor allem an Kommunikation, Planung und Priorisierung im Bahnnetz. Einig waren sich die Teilnehmer zudem, dass leistungsfähige Verkehrswege entscheidend für die wirtschaftliche Entwicklung Ostdeutschlands bleiben.