Wien. Seit 1. Mai hat sich für die ostösterreichischen Frächter einiges zum Negativen verändert, stellte Adolf Moser, Obmann des Fachverbandes Güterbeförderung, bei einem Pressegespräch fest. Durch den Wegfall der Transportkontingente für die neuen EU-Staaten sehen sich die Österreicher im grenzüberschreitenden Verkehr massiver Konkurrenz durch osteuropäische Transportunternehmen ausgesetzt. Mindestens 800 Frächter seien von Umsatzrückgängen betroffen, die in Einzelfällen bis 60 Prozent reichen. Moser befürchtet, dass 10 bis 15 Prozent seiner Kollegen ihr Unternehmen in nächster Zeit schließen werden. Wegen des niedrigeren Lohnniveaus und einer geringeren Steuerbelastung können osteuropäische Transportunternehmen ihre österreichischen Mitbewerber um bis zu 30 Prozent unterbieten und trotzdem gewinnbringend arbeiten. Moser fordert deshalb eine sofortige Herabsetzung der österreichischen Kraftfahrzeugsteuer und mittelfristig die Harmonisierung der Wettbewerbsbedingungen. (vr/rv)
Österreichische Transportunternehmer bangen um Existenz
Konkurrenz der neuen osteuropäischen EU-Nachbarn führt zu Umsatzrückgängen