Wien. Wegen der Teilnahme an einem Speditionskartell droht der Rail Cargo Group, Teilkonzern der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), eine Geldstrafe von einer Million Euro. Das berichtet die österreichische Tageszeitung „Der Standard“ unter Berufung auf „im Detail involvierte Kreise.“ Nach vier Jahren Ermittlungen und Verhandlungen hat das Kartellgericht beim Oberlandesgericht Wien wegen Preisabsprachen bei Stückguttransporten einen Spruch verkündet und die Verhängung von Strafen gegen einen Teil der insgesamt 42 involvierten Speditionsunternehmen in Aussicht gestellt, heißt es dazu.
Vier Wochen Zeit für Stellungnahme
Die Rail Cargo Group hat über ihre ehemalige Speditionstochter Schier-Otten in die von der österreichischen Bundeswettbewerbsbehörde aufgedeckten Preisabsprachen involviert gewesen sein. Betroffen sind zahlreiche namhafte österreichische Transportunternehmen. Ein Konzern mit Mutter in der Schweiz soll laut Insidern fünf Millionen Euro Bußgeld zu erwarten haben. Laut Kartellgericht haben die betroffenen Unternehmen nun vier Wochen Zeit für eine Stellungnahme zum Gerichtsspruch. „Erst dann ist eine definitive Entscheidung in dieser Causa zu erwarten“, so ein Sprecher des Kartellgerichts gegenüber der VerkehrsRundschau. (mf)