WIEN. Die Liberalisierung der Postdienste geht dem österreichischen Postregulator Hermann Weber zu langsam. Adressierte Massensendungen sollen schon demnächst vom Monopol ausgenommen werden, und zwar noch vor dem von der EU geplanten Termin Anfang 2003. Durch verstärkte Konkurrenz erhofft sich der Postregulator eine Verbesserung der Dienstleistungsqualität. Mit der Transportgeschwindigkeit der Post ist Weber nämlich nicht zufrieden. Vom angepeilten Ziel, wonach 95 Prozent aller Briefe am nächsten Werktag bei inländischen Empfängern eintreffen sollen, „sind wir meilenweit entfernt“. Bei der Freigabe der Paketdienste habe sich der angestrebte Beschleunigungs-Effekt eingestellt. Die österreichische Post erzielt mit Massensendungen derzeit 347 Millionen Euro Jahresumsatz. Zwei Drittel davon entfallen auf adressierte Sendungen. Für private Anbieter stellt dieses Segment also einen interessanten Markt dar. (vr/rv)
Österreich: Post-Monopol soll rascher fallen
Regulierungsbehörde erwartet bessere Dienstleistungsqualität