Die österreichische Verkehrsministerin Monika Forstinger beharrt auf ihrem Standpunkt, dass die Alpenrepublik im Vorjahr mit mehr als 1,61 Millionen Ökopunktefahrten - der Höchstzahl laut Transitvertrag - belastet war. Deshalb erwartet sie eine Punktekürzung bei der nächsten Verteilung am 1. Juli. Gilles Gantellet, der Sprecher von EU-Verkehrskommissarin Loyola de Palacio, hatte zuvor Zweifel an der österreichischen Berechnungsmethode geäußert. Forstinger lässt außerdem keinen Zweifel daran, dass sie eine Verlängerung des Transitvertrages über das Jahr 2003 hinaus anstrebt. Ihrer Meinung nach habe Österreich darauf sogar einen Rechtsanspruch, weil der Transitvertrag zum Zeitpunkt des österreichischen EU-Beitritts Rechtsbestandteil war. "Und es ist eindeutig erwiesen, dass die Ziele, nämlich eine Reduktion der Verkehrs- und Umweltbelastung, nicht erreicht wurden", stellt die österreichische Verkehrsministerin dazu fest. (vr/rv)
Österreich fordert Verlängerung des Transitvertrages
Forstinger: Verkehrs- und Umweltbelastungen bisher nicht geringer geworden