Wien. Der österreichische Verkehrsminister Hubert Gorbach bestätigte gegenüber Journalisten Gerüchte, wonach beim Bahnausbau mit deutlich höheren Kosten zu rechnen sei, als geplant. Bei einigen Projekten habe man sich gleich um hundert Prozent verschätzt. Trotz dieser Prognosen, die den ursprünglichen Finanzierungsrahmen sprengen, sprach sich Gorbach gegen “Panikmache” aus. Konsequenzen, die der Minister als “Stretchen” bezeichnete, seien allerdings notwendig. So soll der Ausbau der Unterinntal-Trasse auf der Strecke zwischen der deutsch-österreichischen Grenze und Innsbruck nach den Worten des Ministers länger dauern als ursprünglich vorgesehen. Gleiches gilt für den Koralmtunnel auf der Verbindung zwischen Ostösterreich und Italien. Nicht betroffen ist laut Gorbach der Bau des Brennertunnels. Auch an der Idee, eine Magnetschwebebahn zwischen Wien und Innsbruck zu errichten, hält der Verkehrsminister fest. Einen konkreten Terminplan dafür nannte er freilich nicht. (rv)
Österreich droht Kostenexplosion im Bahnausbau
Die Ausbaupläne für die Unterinntaltrasse zwischen der deutsch-österreichischen Grenze und Innsbruck sowie den Koralmtunnel auf der Italienstrecke werden zeitlich gestreckt