Wien. Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) stellen ihr seit Jahren defizitäres Kontraktlogistik-Geschäft auf neue Beine und gliedern diesen Geschäftsbereich aus der Rail Cargo Autria (RCA) in die neue Firma European Contract Logistics Austria GmbH aus. Diese Firma agiert ab Jahresbeginn 2014 als Tochterunternehmen der ÖBB Holding AG. „Die European Contract Logistics Austria ist das neue Unternehmensdach aller nationalen und internationalen Kontraktlogistikaktivitäten innerhalb des ÖBB-Konzerns“, kündigt ÖBB-Holding-Chef Christian Kern an. Zu den Produkten in diesem Bereich zählen beispielsweise Bahn-Express, BEX 10/12, Rail-Standard, Rail-Express sowie Lager- und Anschlussbahnlogistik. Die Kontraktlogistik bringt der Bahn einen Jahresumsatz von 200 Millionen Euro, unterm Strich schreibt dieser Bereich allerdings seit Jahren rote Zahlen, 2010 waren es 34 Millionen Euro. Im Vorjahr sank das Minus auf fünf Millionen Euro, für 2013 erwartet Kern eine schwarze Null. Die Bündelung der Kräfte in einer gemeinsamen Gesellschaft sei ein wichtiger Schritt zur weiteren Optimierung dieses Geschäftszweiges, in dem die Haus-Zustellung von Subfrächtern durchgeführt wird, weil die ÖBB keinen LKW-Fuhrpark besitzen, verlautest seitens des Bahnkonzerns. Vom Umbau betroffen sind auch die Länder Slowenien, Tschechien, Ungarn, Slowakei und Serbien, wo die ÖBB die Kontraktlogistik über eigene Landesgesellschaften abwickeln und wo diese Firmen namentlich umfirmiert werden. (mf)
ÖBB gliedern Kontraktlogistik in neue Holding-Firma aus
Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) stellen ihr seit Jahren defizitäres Kontraktlogistik-Geschäft auf neue Beine.