Die Österreichische Bundesbahn (ÖBB) gibt Linienzügen die besten Chancen im Kombinierten Ladungsverkehr. Deshalb beginnt sie jetzt mit dem Bau eines neuartigen Terminals für den Umschlag von Containern und Wechselaufbauten. Ziel ist es, Züge innerhalb von 30 Minuten abzufertigen und in dieser Zeit alle Be- und Entladearbeiten durchzuführen. Die erste Anlage ihrer Art entsteht bis Jahresende auf dem Wiener Nordwestbahnhof. Mit den Firmen Palfinger und Künz hat die ÖBB zwei profilierte Kranspezialisten für diese Aufgabe verpflichtet. Um das angestrebte Ziel zu erreichen, wird der gesamte Umschlagvorgang in einzelne Ablaufschritte zerlegt. Während heute ein einziger Kran die Be-und Entladung der Waggons und der Lkw sowie das Umsetzen der Boxen auf die Lagerpositionen übernimmt, soll beim "innovativen Umschlagterminal" (IUT) jedem Kran nur eine dieser Aufgaben zugeteilt werden. Wenn der erste Terminal die Erwartungen erfüllt, sind weitere Anlagen nach dem gleichen System in Wien-Inzersdorf, Villach und im Wiener Donauhafen geplant. Bis zum Jahr 2007 könnte das Linienzug-System dann in allen vier Terminals funktionieren. (vr/rv)
ÖBB baut Kombiterminal für den Linienverkehr
Züge sollen innerhalb von 30 Minuten be- und entladen werden