Nürnberg. Nach jahrelangem Zögern will nun auch die Stadt Nürnberg älteren Fahrzeugen mit hohen Abgas-Werten die rote Karte zeigen. Eine Umweltzone werde wahrscheinlich im Herbst 2010 eingeführt, kündigte die Stadt an. Dann dürften nur noch Fahrzeuge mit Umweltplaketten an der Windschutzscheibe in die Innenstadt fahren, berichtete Umweltamtsleiter Klaus Köppel. Die Einführung war wiederholt hinausgeschoben worden, nachdem sich die Rußpartikel- Belastung in Grenzen gehalten hatte. Der Zuschnitt der Umweltzone diskutiere die Stadt Nürnberg derzeit mit dem bayerischen Umweltministerium und der Regierung von Mittelfranken, sagte Köppel. Nach bisherigen Plänen soll die Umweltzone das vom äußeren Umgehungsstraßenring umschlossene Stadtgebiet umfassen. Untersuchungen hätten ergeben, dass die Umweltzone möglicherweise neu gefasst werden müsse. Auslöser für die neue Diskussion über die Einrichtung einer Umweltzone sind nach Köppels Angaben die Stickstoffdioxidwerte an einer Messstelle im Westen des äußeren Rings. Sowohl im Jahr 2007 als auch im Jahr 2008 habe das Landesamt für Umwelt Überschreitungen des entsprechenden EU-Grenzwerts festgestellt. „Auch für das Jahr 2009 ist nach letztem Stand mit einer Überschreitung der Stickstoffdioxid- Jahresmittelwerts zu rechnen“, berichtete der Amtsleiter. (dpa)
Nürnberg will 2010 Umweltzone einführen
Reaktion auf neue EU-Grenzwerte für Stickoxide: Nach jahrelangem Zögern sperrt die Frankenmetropole alte Fahrzeuge aus