Deutliche Kritik an der Führungskultur von DB Cargo hat der frühere Hauptgeschäftsführer von Railion Benelux BV, Zeger van Asch van Wijck, in einem Interview mit dem in Rotterdam erscheinenden "Nieuwsblad Transport" geübt. Der Niederländer beklagt unter anderem den zähen Entscheidungsprozess in der Mainzer DB-Cargol-Zentrale. "Wenn man dort einen Investitionsvorhaben zur Stellungnahme vorlegt, dann dauert es sehr lange, bis man eine Antwort bekommt". Hart ist auch die Kritik an der Behandlung der niederländischen Partner durch die Deutschen. Van Asch van Wijck: "Die Deutschen müssen begreifen, dass die Kultur und damit auch der Markt in den Niederlanden anders ist." Er und seine Mitarbeiter hätten "viele Dinge nach deutschem Strickmuster" machen müssen, wobei es nicht an Warnungen gefehlt habe, so zu verfahren. Auch die Kommunikation erfolgte stets "in Richtung Mainz" und nicht auch in Richtung Utrecht. Mit dem neuen DB-Cargo-Top-Mann Bernd Malmström habe inzwischen eine Veränderung stattgefunden, sagte der Manager, der jetzt eine Spitzenposition beim Hafendienstleister Odfjell Terminals in Rotterdam einnimmt.
Niederländische Klagen über DB Cargo
Van Asch van Wijk: Kommunikation mit Railion nur in Richtung Mainz