Wiesbaden/Berlin. Dem Exportweltmeister Deutschland bricht die Nachfrage weg. Im November gingen die Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahresmonat um 11,8 Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Das ist der stärkste Einbruch für Produkte „Made in Germany“ seit rund 15 Jahren. Im direkten Vergleich zum Oktober sanken die Ausfuhren kalender- und saisonbereinigt um 10,6 Prozent. Das ist nach Angaben des Bundesamtes sogar der stärkste Einbruch seit Beginn der Erhebung 1991. Besonders stark gingen im November die Ausfuhren in Länder der Europäischen Union mit 14,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zurück. In Länder der Eurozone wurde 12,9 Prozent weniger exportiert. Die Ausfuhren in Länder außerhalb der EU sanken um 7,8 Prozent. Auch der gesamte Auftragseingang der deutschen Industrie sank im November deutlicher als erwartet. Im Vergleich zum November 2007 mussten die Unternehmen ein Minus von 27,2 Prozent verkraften, wie das Bundeswirtschaftsministerium am Donnerstag in Berlin nach vorläufigen Zahlen mitteilte. Im direkten Vergleich zum Vormonat entstand ein Minus von sechs Prozent. Im Gegensatz zum Einbruch bei den Exporten sanken die Einfuhren im November mit minus 0,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat nur marginal. Dadurch sank der Überschuss in der Außenhandelsbilanz von 19,4 Milliarden Euro im November 2007 auf nur noch 10,7 Milliarden Euro. Zusammen mit den Dienstleistungen und anderen Transfers schloss die Leistungsbilanz im November nach vorläufigen Berechnungen der Bundesbank mit einem Überschuss von 8,6 Milliarden Euro ab. Im Vorjahresmonat waren es noch 19,7 Milliarden Euro gewesen. (dpa/pi)
Nachfrage nach Produkten „Made in Germany“ bricht weg
Deutsche Ausfuhren gehen im November um 11,8 Prozent zurück