München. Die beiden Gremien ermächtigten die Geschäftsführung des Flughafens, das Raumordnungsverfahren für das Projekt in Gang zu setzen. Die Flughafen München GmbH (FMG). Nach massiver Kritik aus dem Umland hat die Münchner Flughafen-Gesellschaft den geplanten Bau einer dritten Start- und Landebahn verteidigt. Angesichts des anhaltenden Wachstums im Luftverkehr sei die bisherige Kapazität von 89 Flugbewegungen in der Stunde nicht ausreichend, sagte Michael Kerkloh, Chef der FMG. Künftig müssten 120 Starts oder Landungen pro Stunde – also rund ein Drittel mehr – möglich sein. Die Planung laufe erst an, zu Details des Ausbaus könne deshalb noch nichts gesagt werden. Nur mit einer weiteren Bahn könne der Münchner Airport sich als führende Drehscheibe für den Luftverkehr in Europa halten und zusätzliche Langstreckenflüge bekommen, erklärte der Flughafenchef. Einen konkreten Zeitplan könne man für den Bau der dritten Bahn nicht angeben. «Nach heutiger Einschätzung ist aber damit zu rechnen, dass der gesamte Prozess nicht unter fünf Jahren zu schaffen ist.» Der Freisinger Landrat Manfred Pointner (Freie Wähler) stellte dagegen die Notwendigkeit eines weiteren Ausbaus in Frage. Wie mehrere Bürgermeister von Anrainer-Gemeinden warnte er vor weiterer Lärmbelastung und kündigte heftigen Widerstand an. Lufthansa-Vorstandschef Wolfgang Mayrhuber sprach von einem «Signal für die Zukunft, das neue Perspektiven für Lufthansa und den Standort Bayern schafft». Der Lufthansa-Konzern beschäftige bereits jetzt in München 6400 Mitarbeiter, bei einem Ausbau des Airports werde diese Zahl nach bisherigen Annahmen auf rund 10.000 Arbeitskräfte steigen.
Münchner Flughafen darf dritte Landebahn bauen
Die geplante dritte Start- und Landebahn für den Münchner Flughafen ist einen weiteren Schritt vorangekommen. Nach dem Aufsichtsrat haben auch die Gesellschafter des Airports – die Stadt München, das Land Bayern und der Bund – grünes Licht gegeben.