Mobile Business entwickelt sich auch ohne UMTS

22.02.2002 07:14 Uhr

Verbesserte Endgeräte, mehr Anbieter und die Verfügbarkeit von GPRS (General Packet Radio Service) und HSCSD (High Speed Circuit Switched Data) treiben die Mobilisierung der Unternehmens-IT voran.

Berlecon Research erwartet eine kräftige Entwicklung des deutschen Marktes für Mobile-Business-Lösungen. Bis 2005 rechnen die Berliner Wirtschaftsforscher mit einem Anstieg des Marktvolumens auf 1,5 bis 1,9 Milliarden Euro. 2001 lag es bei 264 Millionen Euro. Hemmender Faktor ist derzeit die Unsicherheit über die zukünftige Konjunkturentwicklung. Die aktuelle Studie "Mobile-Business-Lösungen für Unternehmen: Der deutsche Markt vor dem Durchbruch?" zeigt, dass sich die Angebotssituation am Markt in den letzten Monaten deutlich verbessert hat. Für die aktuelle Analyse hat Berlecon Research 133 Anbieter identifiziert. Im Vergleich zum Sommer 2001 ist die Zahl der Marktakteure damit um mehr als 50 Prozent gestiegen. Waren im vergangenen Jahr Mobile-Business-Spezialisten noch die Hauptakteure am Markt, dominieren jetzt die etablierten Anbieter klassischer Anwendungssoftware, die ihre Produkte um Module für die mobile Anbindung erweitert haben. Mobiler Zugriff auf Anwendungssoftware wird bisher vorwiegend in den Bereichen Kommunikation/Groupware, CRM und ERP angeboten. Auch wenn die Entwicklung von Mobile-Business-Lösungen bisher noch hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist, sprechen zahlreiche Faktoren für ein kräftiges Wachstum in den kommenden Jahren. "Zum einen hat die Markteinführung neuer Smartphones und verbesserter HSCSD- und GPRS-fähiger Endgeräte frischen Wind in den Markt gebracht. Wir gehen davon aus, dass bis 2006 alle deutschen Großunternehmen und 40 Prozent der kleinen Unternehmen bis 2009 ihren Mitarbeitern den mobilen Zugriff auf Teile ihrer IT-Systeme ermöglichen werden", erläutert Thorsten Wichmann, Geschäftsführer von Berlecon Research.

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