Tokio. Der zu DaimlerChrysler gehörende japanische LKW-Bauer Fuso ruft in einer beispiellosen Aktion alle von ihm gebauten Fahrzeuge zu einer Notfallinspektion in die Werkstätten. Die freiwillige Rückrufaktion betreffe alle Fahrzeuge, nicht nur die 800.000, die im Rahmen von laufenden Aktionen zurückbeordert wurden, teilte Mitsubishi Fuso am Montag in Tokio mit. Derzeit sind noch 1,3 Millionen Fahrzeuge des krisengeschüttelten Herstellers auf den Straßen. DaimlerChrysler nahm zu der Aktion zunächst keine Stellung. Bei der Inspektion würden 40 Teile geprüft, die mit Grundfunktionen wie Fahren, Lenken und Anhalten zusammenhingen, hieß es weiter. Bei Defekten sollen alle Reparaturen kostenlos durchgeführt werden. Die Aktion beginnt am 1. Juli und läuft bis zum 24. Dezember. Zunächst war der 7. Juli als Starttermin angesetzt worden. Die Zahl der Fahrzeuge mit Defekten war von Mitsubishi Fuso selbst bislang auf rund 450.000 geschätzt worden. (dpa)
Mitsubishi Fuso ruft alle Fahrzeuge in die Werkstatt
Bei der Inspektion sollen 40 Teile geprüft werden, die mit Grundfunktionen wie Fahren, Lenken und Anhalten zusammenhängen