Düsseldorf. Auf einem Kongress des amerikanischen Einzelhandelsverbands NRF werde Konzernchef Hans-Joachim Körber heute in New York verkünden, dass demnächst die gesamte Lieferkette vom Hersteller bis zu den einzelnen Märkten mit Hilfe von so genannten RFID-Chips (Radio Frequency Identification) überwacht werde.
Der Fahrplan stehe bereits fest, schreibt die Tageszeitung weiter. Ab November würden rund 100 Lieferanten, die für 65 Prozent des Einkaufsvolumens stünden, ihre Paletten und Transportverpackungen für zehn deutsche Metro-Zentralläger und rund 250 inländische Märkte der Vertriebslinien Metro Cash & Carry, Real SB-Warenhäuser, Extra Verbrauchermärkte und Galeria Kaufhof Warenhäuser mit den RFID-Etiketten versehen. Bis Ende 2007 sollen alle rund 800 Märkte des Konzerns mit der neuen Technik ausgestattet sein.
Die RFID-Technologie testet Metro schon seit einigen Monaten in ihrem Rheinberger Extra-Verbrauchermarkt. Zudem beliefert Gerry Weber inzwischen den Kaufhof mit RFID-bestückter Bekleidungsware.
Metro dagegen teste den Einsatz der Etiketten bereits im Verkaufsraum, heißt es weiter. So liefere Gillette seine Rasierklingen samt Tag an den Rheinberger Extra-Markt, Procter & Gamble das Haarshampoo Pantene und Kraft den Streichkäse Philadelphia. Bis allerdings flächendeckend alle Einzelartikel ein RFID-Etikett erhalten, werden – vor allem aus Kostengründen – noch Jahre vergehen.