Frankfurt/Main. In Deutschland wurden im vergangenen Jahr 295.000 neue Nutzfahrzeuge zugelassen. Das entspricht einem Wachstum von 4,1 Prozent. Dabei legten die LKW um 3,2 Prozent und die Sattelzugmaschinen um 5,6 Prozent zu. Das teilte der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) gestern in Frankfurt am Main mit. Der Nutzfahrzeugmarkt liegt in Deutschland nun leicht über seinem langjährigen Durchschnittsniveau. Um eine Vergleichbarkeit mit den Zahlen 2004 zu gewährleisten, hat der VDIK beschlossen, für das Jahr 2005 die Zahlen nach der alten Definition des KBA fortzuschreiben. Das Wachstum der VDIK-Mitglieder fiel etwas schwächer aus, so dass ihr Marktanteil trotz steigender Stückzahlen von 29,3 Prozent auf 28,7 Prozent sank. Bei den Sattelzugmaschinen wuchsen die vier Marken (DAF, Renault Trucks, Scania, Volvo Trucks) insgesamt entsprechend der Marktentwicklung und behaupteten so einen Marktanteil von gut 33 Prozent. Wie bereits in den vergangenen Jahren wird die Transportwirtschaft auch zukünftig überdurchschnittliche Steigerungsraten verzeichnen. Prognosen erwarten beispielsweise bis 2008 ein durchschnittliches jährliches Wachstum der vom Straßengüterverkehr erbrachten Transportleistung von 2,7 Prozent – das sind Einschätzungen, von denen andere Branchen in Deutschland träumen. So liegt bei den schweren Nutzfahrzeugen aktuell das Neuzulassungsniveau annähernd so hoch wie im Rekordjahr 2000. Aber auch bei den leichten Nutzfahrzeugen deuten die bisher vorliegenden Informationen für 2006 nicht auf einen Rückgang hin. Für 2006 prognostiziert VDIK-Präsident Volker Lange: „Der Nutzfahrzeugmarkt sollte sich angesichts der Rahmenbedingungen 2006 leicht über dem Niveau des Vorjahres behaupten können.“ (tbu)
Mehr Nutzfahrzeuge zugelassen
In Deutschland sind Neuzulassungen 2005 um gut vier Prozent gestiegen – Hersteller aus dem Ausland mit leicht rückläufigen Marktanteilen